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Auf dieser Seite sollen nicht etliche Wiederholungen von Informationen über selbstverletzendes Verhalten oder die Borderline-Persönlichkeitsstörung stehen. Hierzu findest du mehr unter Literatur und Links. Nur ein paar wesentliche Infos sollen gegeben sein:
Rund 2% der Weltbevölkerung leiden an einer Borderline-Störung, wobei über 2/3 der Betroffenen Frauen sind. Die Betroffenen leiden unter verschiedenen Symptomen wie:
- Stimmungsschwankungen
- Wut, Aggressionen, Ängste, Gefühl der Leere
- Schwarz-Weiss-Denken
- Selbstverletzungen
- Suizidideen, Suizidversuche
- Alkoholexzesse, Drogenmissbrauch
- Essattacken
- Erschöpfungsanzeichen, Depression
(Quelle: Borderline-Störungen, Schäfer/Rüther/Sachsse, 2006)
Für die Diagnose müssen nicht alle oben beschriebenen Symptome zutreffen. Genauso wenig muss ein Betroffener, der sich selbst verletzt, ein Borderline-Patient sein.
Betroffene kämpfen oft mit hohen Spannungszuständen. Um näher auf die gestörte Impulskontrolle eingehen zu können, sollen zuerst wichtige Strukturen des Gehirns vorgestellt werden:
(Bild aus "An introduction of brain and behavior", Kolb & Whishaw, 2nd edition)
Viele Betroffene zeigen eine Übererregbarkeit der Amygdala. Mehrere Studien zeigten, dass sowohl der Hippocampus als auch die Amygdala der untersuchten Borderline-Patientinnen signifikant kleiner waren als bei gesunden Frauen gleichen Alters. (Quelle: Leben mit einer Borderline-Störung, Niklewski, 2003)
Erlebt ein Betroffener z.B. einen hohen Erregungszustand, schaltet sich der Hypocampus aus, während die Amygdala noch sehr gut funktioniert. Die Impulskontrolle geht verloren und es kommt zu Wutausbrüchen, Fremd- und/oder Autoaggression.
Um die Kontrolle über seine Impulse behalten zu können oder zurückzuerhalten, wurde in der Dialektisch-behavioralen Therapie ein Skillstraining entwickelt. Die Anwendung von Skills (siehe Was sind Skills) hat sich als sehr wirkungsvoll erwiesen.
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