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Literatur
(Die grünen Bezeichnungen nach den Klappentexten weisen auf einen Bibliothekscode hin. Siehe auch: www.nebis.ch)
Theorie (Definitionen, Ursachen, usw.)
Krügel Robert: Selbstverletzendes Verhalten. Definitionen – Ursachen – Ausprägungen, GRIN Verlag 2007, ISBN 978-3-638-73219-2. Inhaltsverzeichnis: 1. Was ist SVV? / Definition; 1.2 Woran erkennt man SVV/Unterscheidungen; 1.3 Arten von selbstverletzenden Verhaltens; 1.4 Artenunterscheidungen (Münchhausen,... usw.); 1.5 nähere Erläuterung - offene und Heimliche SVV; 2. Diagnostik / SVV als angeborenes Verhalten?; 2.1 Selbstverletzendes Verhalten im Rahmen der Borderlinestörung; 2.2 Körperbeziehungen (Körper-Selbst Dissoziation); 2.3 Erklärungsansätze für Selbstverletzendes Verhalten; 2.4 Mutter-Kind Beziehungsstörung; 3. Das Erleben; 4. Sexueller Missbrauch; 5.Therapiearten / Therapiemöglichkeiten; 6. Wechselbeziehung zwischen Mitmenschen und Betroffenen; 7. Alternativen zur Selbstverletzung; 8. Schluss.
Küchenhoff Joachim: Selbstzerstörung und Selbstfürsorge, Psychosozial-Verlag 1999, ISBN 978-3-932-13387-9. Klappentext: In Psychiatrie und Psychotherapie werden Selbstverletzungen immer wichtiger. Sie sind aber nicht nur Selbstzerstörung, sondern auch Akte der Selbstfürsorge. Zwischen Selbstzerstörung und Selbstfürsorge besteht ein Spannungsverhältnis. Um es verstehen zu lernen, müssen gesellschaftliche Faktoren, Rechtsnormen, historische, theologische und philosophische Analysen, ja auch die Literaturwissenschaft herangezogen werden. Das Buch vermittelt einen interdisziplinären Zugang zum Thema. (ZB Zürich, GGN71714, Freihand 02)
Levenkron Steven: Der Schmerz sitzt tiefer. Selbstverletzung verstehen und überwinden, Kösel 2006, ISBN 978-3-466-30544-5. Klappentext: Selbstverletzung ist ein stilles Leiden, das Betroffenen, Angehörigen und professionellen Helfern gleichermassen zunächst rätselhaft erscheint. Vor allem Frauen richten bestehende Aggressionen in zerstörerischer Weise gegen sich selbst. Um sich zu spüren und seelischen Schmerz vergessen zu können, fügen sie sich Wunden mit Messern, Scheren, Rasierklingen oder brennenden Zigaretten zu. Einfühlsam und verständlich beschreibt der amerikanische Psychotherapeut Steven Levenkron die Persönlichkeitsstruktur der Betroffenen, die Merkmale, Hintergründe und Wege der Bewältigung dieses lange Zeit unverstandenen Verhaltens. (ZB Zürich, GGN73645, Freihand 02)
Mummendey Hans Dieter: Psychologie der Selbstschädigung, Hogrefe Verlag 2000, ISBN 3-8017-1382-2. Klappentext: Menschen haben gewöhnlich ein positives Bild von sich selbst, sie verhalten sich selbstdienlich, bemühen sich in der Regel, Schaden von sich abzuwenden und sich anderen gegenüber möglichst vorteilhaft zu präsentieren. Ungünstige Selbstbilder, negative Selbstdarstellungen und nicht-selbstdienliches Verhalten sind offensichtlich seltener und gelten als unangepasst, unnormal oder krankhaft.
Das Buch beschäftigt sich vor allem aus sozialpsychologischer Sicht mit nicht-pathologischen Formen und Funktionen selbstschädigenden Verhaltens, insbesondere mit Selbstschädigung durch das Auslassen von Chancen, durch Angeberei und Selbstüberschätzung, durch Vergnügung und Genuss, durch Arbeit und Belastung sowie durch ungünstige soziale Beziehungen und Kontakte. Eine ausführliche Darstellung der Selbstkonzeptforschung macht deutlich, dass selbstschädigendes Verhalten paradoxerweise eine wichtige Funktion für die Aufrechterhaltung und den Schutz des Selbstwertes einer Person haben kann. Es wird über Untersuchungen zur Dimensionalität selbstschädigenden Verhaltens berichtet, ferner über Experimente zur Eindruckssteuerung mittels Selbstschädigung. (ZB Zürich, GGN54842, Freihand 02)
Diplomarbeiten
Doll Heike: Menschen mit selbstverletzendem Verhalten und die sozialpädagogischen Interventionen im Vergleich zur psychosomatischen Behandlung, GRIN Verlag 2007, ISBN 978-3-638-81968-8. Abstract: In den Zeitungen liest man immer wieder von Menschen, vermehrt Jugendlichen, die von anderen mit Glasscherben geschnitten, brennenden Zigaretten verbrannt oder gezwungen werden gesundheitsschädliche Flüssigkeiten zu trinken. Das empfinden wir als ausgesprochene Quälerei und können nicht verstehen, wie Menschen anderen gegenüber so grausam sein können. Noch viel weniger ist aber zu verstehen, warum sich Menschen das selbst antun, warum sie sich selbst diese Qualen und Schmerzen bereiten. Es erscheint völlig absurd und widersinnig, seinen eigenen Körper zu verunstalten, wo doch die Gesundheit als das höchste Gut des Menschen gilt. Wie ist dieses Verhalten zu erklären? Da es ja nicht nur die Schmerzen sind, die man erleiden muss, sondern auch die Abweisung, den Ekel, das Unverständnis und oft auch die Verurteilung durch seine Mitmenschen, die durch das Selbstverletzende Verhalten schnell an ihre Empathiegrenzen stoßen. Vor kurzer Zeit bot sich mir jedoch die Möglichkeit, in einer heilpädagogischen Intensivgruppe Einblick in die Arbeit der Heilerziehungspfleger zu bekommen. Während dieser Zeit konnte ich in Ansätzen eine Empathie für Jugendliche mit SVV entwickeln und es erschütterte mich immer wieder, wenn ich erfuhr, was die Jugendlichen zur Selbstverletzung trieb. Sicherlich ist zu unterschieden, ob es sich bei diesen Verletzungen auf der einen Seite um verschiedene kulturelle oder religiöse Momente handelt, wie z.B. Initiationsriten oder ob es sich um Selbstverletzungen in alltägliche Situationen handelt oder ob es sich andererseits um psychotische Selbstverletzungen handelt oder ob das Verhalten organische Ursachen hat. Im Folgenden möchte ich kurz auf Selbstverletzendes Verhalten im alltäglichen, religiösen und kulturellen Zusammenhang eingehen. Auf SVV aus organischen Gründen werde ich aus zeitlichen Gründen hier verzichten. Da ich in der Gruppe nur, für mich zum Teil sehr schockierende, Berichte über Selbstverletzung mit psychotischem Hintergrund erfahren habe, möchte ich folgende Fragen eingehender betrachten: Was treibt Menschen dazu, den eigenen Körper als Objekt zu benutzen? Sich Wunden zu bereiten, die immer sichtbar sein werden? Warum können sich die Betroffenen nur durch selbst zugefügte Verletzungen spüren oder sich anderen mitteilen? Ab wann verwischen die Grenzen so sehr, dass man nicht mehr von einem normalen, sondern von einem psychotischen Verhalten spricht? Ebenso sollen folgende Fragen Beachtung finden: Wo kann hier die sozialpädagogische Arbeit ansetzen? Wie kann der Sozialpädagoge intervenieren? Und kann sich die Sozialpädagogik auf diesem Feld gegenüber den anderen Disziplinen wie Medizin und Psychologie behaupten? Sollte sie sich klar von den anderen Professionen abgrenzen oder sich als ein "Mischgebilde" aus verschiedenen Aufgabenfeldern erschließen?In der Literatur werden dem Ritzen, sich verbrennen, Injizieren von Flüssigkeiten, kurz, dem sich willentlichen Zufügen von Schmerzen und Wunden viele Namen zugewiesen, wie Autoaggression, Automutilation, Autodestruktion, Selbstschädigendes Verhalten und Selbstverletzendes Verhalten. Da ich derselben Ansicht wie Sachsse bin, dass der Begriff Selbstverletzendes Verhalten (SVV) am wenigsten wertend zu verstehen ist und die betroffenen Personen nicht gleich vorverurteilt werden, werde ich ihn auch für meine Arbeit verwenden.
Sieber Stefanie: Selbstverletzendes Verhalten junger Frauen, GRIN Verlag 2007, ISBN 978-3-638-85972-1. Abstract: Ich werde mich in der vorliegenden Arbeit zunächst auf der Ebene der Begriffsbestimmung an die Thematik der Selbstverletzung annähern und einen Definitionsversuch geben. Bei der Kategorisierung selbstverletzenden Verhaltens orientiere ich mich an der Untersuchung von Walsh et al. (1988) , der pathologisches selbstverletzendes Verhalten hinsichtlich des Verletzungsgrades, der psychischen Verfassung des Betroffenen und der sozialen Akzeptanz in von nicht pathologischen Verhaltensweisen abgrenzt. Es gibt bisher keine eigenständige Diagnose selbstverletzenden Verhaltens, auf diese Problematik und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Handlungszusammenhänge der sozialen Arbeit werde ich in Kapitel 4 eingehen. Im Folgenden wende ich mich der Thematik des selbstverletzenden Verhaltens bei jungen Frauen zu. Ich gehe zunächst auf die Erscheinungsformen und Schweregrade selbstverletzender Verhaltensweisen ein, um anschließend die Entstehungszusammenhänge von Selbstverletzung näher zu beleuchten. Ausführlich befasse ich mich in Abschnitt 5.3 mit den psychischen Funktionen selbstverletzenden Verhaltens für die Betroffenen. Ich gehe hier besonders auf die Funktionen der Selbstregulation, der Bewältigung von belastenden Lebensereignissen und die sozialen Funktionen selbstverletzenden Verhaltens ein. Da Selbstverletzung ein Phänomen ist, das sehr gehäuft bei Frauen auftritt beschäftige ich mich im Folgenden mit den denkbaren Zusammenhängen der weiblichen Sozialisation mit dem Verhalten der Selbstverletzung. Hierbei gehe ich näher auf die Rolle des weiblichen Körpers ein und setze mich in diesem Zusammenhang mit der symbolischen Bedeutung von Haut und Blut als Objekte selbstverletzenden Verhaltens auseinander. Anschließend gebe ich einen kurzen Überblick über die therapeutischen Ansätze in der Behandlung der von selbstverletzendem Verhalten Betroffenen und gehe dann auf die Aufgaben der Sozialen Arbeit näher ein.
Siebert Katharina: Selbstverletzung als Krankheit: Symptome, Hintergründe, Therapie, VDM 2007, ISBN 978-3-8364-1672-6. Klappentext: Die Zahl der Personen, die sich selbst verletzen, steigt seit einigen Jahren stetig an. Studien zufolge kommt es inzwischen bei rund 1% der Allgemeinbevölkerung mehr oder weniger regelmäßig zu selbstverletzenden Handlungen. Am häufigsten sind Mädchen und junge Frauen betroffen. Doch was genau ist selbstverletzendes Verhalten? Was treibt einen Menschen dazu, sich absichtlich Schnittwunden, Verbrennungen oder ähnliche Verletzungen zuzufügen? Und was kann man dagegen tun? Das vorliegende Buch führt in die komplexe Problematik der Selbstverletzung ein, zeigt typische Symptome und Begleiterkrankungen auf, stellt verschiedene Erklärungsmodelle vor und erläutert die vielfältigen Funktionen, die das selbstverletzende Verhalten erfüllen kann. Zudem informiert es über verschiedene Therapie- und Selbsthilfemöglichkeiten und liefert wertvolle Hinweise zum Umgang mit den betroffenen Patienten. Das Buch richtet sich an alle, die durch ihre berufliche Tätigkeit oder ihr privates Umfeld mit Menschen zu tun haben, die sich selbst verletzen - und natürlich an die Betroffenen selbst. (ZB Zürich DA57709, Magazin05)
Erlebnisberichte
Dark Angel: Anders Leben. Selbstverletzendes Verhalten, Ubooks GbR 2004, ISBN 978-3-937536-13-2. Klappentext: So schwer es uns anfänglich auch fiel, uns mit einem Buch zu befassen, dessen Thema „SVV/ Borderline“ aus heutiger Sicht noch nicht einmal von Psychologen hundertprozentig entschlüsselt oder gar erforscht ist, so sehr doch waren wir beeindruckt von dem vorliegenden Buch „Anders leben“. Handelst es sich doch hier um ein Buch, welches näher am Thema kaum sein könnte, bedenkt man, dass die hier zu Wort kommenden Personen allesamt Betroffene sind, die nicht nur auf erstaunlich offene Art auszudrücken versuchen, was SVV („Selbstverletzendes Verhalten“) für sie selbst bedeutet, bzw. wie sie damit umgehen, leben, sondern gleichsam auch auf äußerst kreative Weise. Ein Buch, welches abseits hochgestochener Fachsimpelei angesiedelt ist, abseits klinischer Diagnosen, Thesen und Theorien, welches sich ausschließlich nährt von Ansichten, Erlebnissen, Betrachtungsweisen und Erklärungsansätzen Betroffener, die hier nicht nur ein Portal zur Eigeninitiative aufgestoßen haben, sondern teilhaben lassen an ihrem Leben, Leiden und dem Umgang damit. Es ist ein Buch der „Offenheit“ wie auch der „Erlebnisse“ und somit ein Nadelöhr sowohl für Außenstehende, die hier Einblick gewinnen in eine Welt, die sich hier abseits eines Wortes wie „Krankheit“ darstellt, wie auch für Betroffene, insbesondere aus der so genannten „schwarzen Szene“, denen dieses Buch zumindest eines beweist: Dass man eben nicht alleine ist, dass nicht nur „SVV“ ernst genommen wird, sondern auch die Menschen dahinter und dass dieses „Syndrom“ oder „Phänomen“ – wie immer man es auch bezeichnen möchte – ein Teil der Wahrheit und des Lebens ist, welchen man nicht verstecken oder verleumden muss oder gar sollte. Ein Buch, welches Mut macht, sich seinen eigenen Sorgen und Nöten, Problemen und Leiden zu stellen, ohne sich dabei selbst an die Mauerabsätze von „Gesellschaft“ oder „Lebensqualität“ zu drängen oder drängen zu lassen.
McCormick Patricia: Cut, Fischer 2004, ISBN 978-3-596-80461-0. Klappentext: Callie spricht mit niemandem, als sie wegen Selbstverletzung in die psychiatrische Klinik eingewiesen wird, nicht mit ihrer Therapeutin und erst recht nicht mit den anderen Patienten. Das ändert sich erst, als Amanda neu in die Gruppe kommt. Auch Amanda schnippelt und sie lockt Callie mit ihrer provokativen Art aus der Reserve. Ganz allmählich beginnt die Fünfzehnjährige, sich zu öffnen.
Ratgeber
Bergmann Wolfgang: Das Drama des modernen Kindes. Hyperaktivität, Magersucht, Selbstverletzung, Patmos 2003, ISBN 978-3-530-40154-7. Klappentext: Sie wirken, als seien sie ständig auf der Suche, sind impulsiv, hyperaktiv. Sie ritzen und schneiden sich, hungern sich manchmal beinahe zu Tode: halt- und schutzlose Kinder, Verstörte und Störenfriede einer glitzernden Medienwelt.
Der Psychologe Wolfgang Bergmann zeichnet das eindringliche Portrait einer Kindergeneration, die in hohem Mass durch Computer und Fernsehen geprägt ist. Anhand von vielen bewegenden Fallgeschichten erklärt er die unkonventionellen Möglichkeiten, damit umzugehen. Ein unverzichtbares Buch für verantwortungsbewusste Eltern und Pädagogen. (ZB Zürich, GGN78657, Freihand 02)
Dunker Kristina: Schmerzverliebt, Beltz 2005, ISBN 978-3-407-78676-0. Klappentext: Erste große Liebe, ein glückliches Zuhause - Pias Leben scheint in Ordnung zu sein. Doch sie hat ein Geheimnis: Wenn sie unglücklich ist, verletzt sie sich, nach dem Motto "Schmerz lass nach". Wie seltsam das ist, weiß Pia genau. Bei Sebastian aber findet sie endlich die Geborgenheit, nach der sie sich so gesehnt hat. Und zum ersten Mal merkt sie, dass sie dem Zwang zum "süßen Schmerz" widerstehen kann. Ihre Befreiung beginnt, als sie sich outet und Sebastian ihr beweist, dass er zu ihr hält.
Dunker Kristina: Schmerzverliebt – Arbeitsheft, Beziehungskonflikte mit den Eltern, selbstverletzendes Verhalten(Ritzen), erste Liebe als Hilfe aus der Sucht, Beltz 2005, ISBN 978-3-407-99113-3.
Hawton Keith, Rodham Karen, Evans Emma: Selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität bei Jugendlichen. Risikofaktoren, Selbsthilfe und Prävention, Verlag Hans Huber 2008, ISBN 978-3-4568-4475-6. Klappentext: Dieses gut verständlich und eingängig geschriebene Buch über selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität bei Jugendlichen beruht auf einer umfassenden Studie, bei der über 6'000 Jugendliche nach ihren Erfahrungen mit selbstschädigendem Verhalten befragt wurden. Die daraus resultierenden Ergebnisse wurden mit der derzeit aktuellsten internationalen Literatur zum Thema in Zusammenhang gebracht.
Schellenbaum Peter: Abschied von der Selbstzerstörung. Befreiung der Lebensenergie, dtv 2006, ISBN 978-3-423-35016-7. Klappentext: Wie können wir unsere negativen Vorstellungen loswerden? Peter Schellenbaum zeigt, wie der einzelne mit Hilfe der Psychoenergetik dem Teufelskreis von blockierten Gefühlen und selbstzerstörerischem Verhalten entkommen kann. Er deckt die Ursachen des Zerstörerischen auf und hilft, den seelischen Kraftquell wieder freizulegen und den Fluss der Lebensenergie in sich selbst und anderen zu spüren.
Smith Gerrilyn et al: Selbstverletzung - Damit ich den inneren Schmerz nicht spüre... Ein Ratgeber für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Kreuz 2000, ISBN 978-3-783-11967-1. Klappentext: Hunderttausende von Frauen (und auch einige Männer) verletzen sich regelmässig selbst, indem sie sich vorsätzlich schneiden, ritzen, verbrennen oder andere Wunden zufügen. Das vorliegende Buch zeigt, welche Gründe selbstverletzendes Verhalten haben kann, wo Betroffene Hilfe finden und was die Umgebung tun kann. (ZB Zürich, GGN71978, Freihand 02)
Smith Mike: Hilfen für Menschen mit selbstverletzendem Verhalten, Psychiatrie-Verlag GmbH 2000, ISBN 978-3-884-14256-1. Klappentext: Therapeuten stehen selbstverletzendem Verhalten nicht selten ratlos gegenüber. Auch die Betroffenen sind ihrem selbstzerstörerischen Tun meist hilflos ausgeliefert und finden keine Erklärung. Mike Smith hat nun eine Arbeitshilfe für diese Menschen geschrieben. Das Material zielt in erster Linie darauf ab, den Betroffenen einen strukturierenden Zugang zu sich selbst zu ermöglichen. Die Arbeitshilfe eignet sich aber auch dazu, einen einzel- wie auch gruppentherapeutischen Prozess zu unterstützen. Diese Arbeitshilfe ist nach Stimmenhören verstehen und bewältigen die zweite aus der englischen Reihe Vom Opfer zum Sieger. Die Reihe wendet sich in erster Linie an Betroffene, in diesem Fall an die Selbstverletzer, aber auch an Therapeuten, die selbstverletzendes Verhalten besser verstehen möchten, sowie an Freunde und Angehörige, die jemandem dabei helfen wollen, mit der eigenen Selbstverletzung zu leben. (INFODOC Zürich, 15122)
Literatur für Fachpersonen
Bronisch Thomas, Bohus Martin, Dose Matthias, Reddemann Luise, Unckel Christine: Krisenintervention bei Persönlichkeitsstörungen, Klett Cotta Verlag 2005, ISBN 978-3-608-89007-5. Suizidalität, selbst- und fremd schädigendes Verhalten sowie Panikattacken und dissoziative Störungen können die Folge sein, wenn Menschen mit Persönlichkeitsstörungen in akute Lebenskrisen geraten. Die Autoren vermitteln Techniken einer kompetenten Krisenintervention, spezifisch abgestimmt auf die verschiedenen Äußerungsformen. (ZB Zürich, GGN72946, Freihand 02)
Hänsli Norbert: Automutilation. Der sich selbst schädigende Mensch im psychopathologischen Verständnis, Verlag Hans Huber 1996, ISBN 978-3-456-82729-2. Klappentext: Selbstverstümmelung oder Automutilation, also die direkte Schädigung des eigenen Körpers, die sich jemand selbst zufügt, erscheint als Symptom zahlreicher psychiatrischer Krankheiten. Sie stellt eines der schwierigsten Probleme in der Therapie dar. Die vorliegende Monographie vermittelt eine einführende und zugleich umfassende Übersicht über die unterschiedlichen klinischen Erscheinungsformen (bei Schizophrenie, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Essstörungen, Oligophrenie und Autismus). Zusätzlich werden verschiedene Theorieansätze zur Erklärung und zum Verstehen selbstschädigenden Verhaltens vorgestellt (aus der Kommunikationspsychologie, Psychoanalyse, Lern- und Entwicklungspsychologie, Neurophysiologie und Biologie).
Ausgangspunkt der psychopathologischen Betrachtung ist stets die Art, wie der Patient sich selbst erlebt. Durchgängig finden sich anschauliche Fallbeispiele.
Interessenten: Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten, Ärzte und (Sozial-)Pädagogen, Soziologen, Sozialarbeiter, Betroffene und ihre Bezugspersonen. (ZB Zürich, GGN46469, Freihand 02)
Rohmann Ulrich, Elbing Ulrich: Selbstverletzendes Verhalten - Überlegungen, Fragen und Antworten, Modernes Lernen Borgmann 2005, ISBN 978-3-808-00404-3. Klappentext: Die Autoren dieses Buches haben ein Arbeitsbuch verfasst für diejenigen, die bereit sind, das Verhalten des selbstverletzenden Menschen und das seiner Kommunikationspartnerinnen und Kommunikationspartner im jeweiligen Umfeld zu analysieren und mit dieser Analyse selbst schon erste Änderungsprozesse bei allen Beteiligten zu initiieren. Das Buch ist praxisbezogen und realitätsorientiert, dabei umfassend und anspruchsvoll. das Ziel der Arbeit mit Menschen, die sich selbst verletzen sollte realistischerweise nicht das völlige Verschwinden des selbstverletzendes Verhalten sein. Es ist bereits eine große Aufgabe, die Häufigkeit dieses Verhaltens soweit zu reduzieren, dass Weiterentwicklung und größere Lebenszufriedenheit aller betroffenen Menschen wieder möglich werden. Gleichzeitig aber wird der Anspruch erhoben, das Symptom als Impuls zu wichtigen Änderungsprozessen auf anderen Ebenen zu nutzen und damit neue Lebenschancen zu eröffnen. (INFODOC Zürich, 30381)
Sachsse Ulrich: Selbstverletzendes Verhalten - Psychodynamik-Psychotherapie, das Trauma, die Dissoziation und ihre Behandlung, Vandenhoeck & Ruprecht 2002, ISBN 978-3-525-45771-9. Klappentext: Meist sind es junge Mädchen und Frauen, die sich offensichtlich selbst verletzen (Ritzen und Schneiden der Haut, Verbrennen durch Zigaretten und Feuerzeuge, Verbrühungen u. ä.). Ihre Zahl steigt; in allen psychotherapeutischen und psychiatrischen Kliniken sind sie ausgesprochene Problempatientinnen.Die Ursachen und die Psychodynamik dieses - gezielt - entsetzlichen Verhaltens sind so eigentümlich, dass selbstverletzendes Verhalten (SVV) als eigenes Krankheitsbild angesehen werden muss. Der Autor hat das Phänomen in 15jähriger psychiatrischer und psychotherapeutischer Arbeit erforscht. In diesem Buch entwickelt er an einer Vielzahl klinischer Beispiele eines psychoanalytische Therapiestrategie zu Anamnese, Psychodynamik, Struktur und Diagnose und zu spezifischen Problemen in der stationären psychiatrischen und psychotherapeutischen und in der ambulanten Langzeit-Psychotherapie. (ZB Zürich, GGN73061, Freihand 02)
Schoppmann Susanne: Dann hab ich ihr einfach meine Arme hingehalten. Selbstverletzendes Verhalten aus der Perspektive der Betroffenen, Verlag Hans Huber 2003, ISBN 978-3-456-83972-1. Klappentext: Menschen, die sich selbst verletzen, werden von Pflegenden häufig als schwierige Patienten wahrgenommen, da ihr Verhalten zunächst unverständlich erscheint. Deshalb beschäftigt sich diese hermeneutisch- phänomenologische Untersuchung mit der Perspektive der Betroffenen, die als Experten ihres Leidens verstanden werden. Die Ergebnisse der Untersuchung geben Auskunft über das Erleben von Frauen, die unter selbstverletzendem Verhalten leiden, und über die von ihnen als hilfreich erlebten pflegerischen Interventionen. Damit laden sie dazu ein, dieses Verhalten besser zu verstehen, und zeigen mögliche Handlungsalternativen für Pflegende auf. (ZB Zürich, GGN82151, Freihand 02)
Teuber Kristin: Ich blute, also bin ich. Selbstverletzung der Haut von Mädchen und jungen Frauen, Centaurus Verlag 1998, ISBN 978-3-825-50090-0. Klappentext: Die sozialpsychologische Untersuchung von Selbstverletzungen der Haut, die sich Mädchen und junge Frauen zufügen, basiert auf Interviews mit Expertinnen, die in der beruflichen Praxis mit betroffenen Personen Kontakt haben. Das Phänomen Ritzen wird hinsichtlich verschiedener Aspekte ausführlich beschrieben und damit veranschaulicht. Die Funktion und die Dynamik selbst zugefügter Hautverletzungen werden auf individueller Ebene erläutert. Dabei zeigt sich, dass die aktive Autoaggression selbstfürsorgliche Elemente beinhaltet. Weiterhin macht die Reflexion gesellschaftlicher Entstehungszusammenhänge deutlich, wie die Begrenzung aggressiver Ausdrucksformen für Frauen die Entwicklung autoaggressiven Verhaltens begünstigt. Aus geschlechtsspezifischen Lebensbedingungen wird abgeleitet, inwiefern Ritzen vor allem als weibliches Verhalten auftritt. Zudem werden symbolische Bedeutungen von Blut und Haut entschlüsselt und deren Bedeutung für die Selbstdestruktion herausgearbeitet. Die Autorin stellt Mädchen und Frauen als Subjekte ins Zentrum der Auseinandersetzung. Dadurch eröffnet das Buch einen Zugang zur psychischen Not, in der sich ritzende Mädchen befinden und vermittelt Verständnis für deren Verhalten. Es hilft, selbstverletzendes Verhalten, das im beruflichen Alltag oft schockierend, beängstigend und verunsichernd wirkt, realistisch einzuschätzen. Das Buch richtet sich vor allem an MitarbeiterInnen der stationären Jugendhilfe, Beratungsstellen und Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Autorin, Diplom-Psychologin, absolvierte ein Studium an der Universität München mit Schwerpunkt Sozialpsychologie. (ZB Zürich, DA44022, Magazin 05)
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