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Literatur
(Die grünen Bezeichnungen nach den Klappentexten weisen auf einen Bibliothekscode hin. Siehe auch: www.nebis.ch)
Theorie (Definitionen, Ursachen, usw.)
Eckhardt-Henn Annegret, Hoffmann Sven Olaf: Dissoziative Bewusstseinsstörungen: Theorie, Symptomatik, Therapie, Schattauer 2004, ISBN 978-3-7945-2203-3. Klappentext: Der Begriff der „Dissoziativen Bewusstseinsstörungen" ist in der Psychiatriegeschichte über 100 Jahre alt - und bleibt trotzdem zugleich weithin unbekannt. In der Klinik nicht alltäglich und dennoch hochrelevant, ist er in den Grundkonzepten teilweise erhellend, aber auch oft unklar und widersprüchlich. Das Anliegen dieses Buches ist es, eine valide Übersicht zum gegenwärtigen Stand von Theorie, Klinik und Therapie der Dissoziativen Bewusstseinsstörungen zu geben. Neben theoretischen Hintergründen (z.B. Begriffsgeschichte, Dissoziation und Epilepsie, kognitionsbiologische Aspekte) werden die verschiedenen Störungsbilder, wie Amnesien, Depersonalisation, dissoziative Anfälle, Fugue, Trance-Zustände und Dissoziative Identitätsstörung (¿Multiple Persönlichkeit"), ausführlich dargestellt. Ätiologische Modelle - von der Neurobiologie bis zur Psychodynamik - und Fragen der Diagnostik und Klassifikation werden ausgeführt. Aktuelle Therapieansätze und ein integratives Verständnis, z.T. in neuen Modellen entwickelt, sind den Herausgebern dabei besonders wichtig.26 namhafte Autoren bürgen für eine aktuelle und umfassende Abhandlung des gesamten Spektrums der Dissoziativen Bewusstseinsstörungen.- Eine umfassende, hochaktuelle Darstellung des gesamten Gebiets der Dissoziativen Bewusstseinsstörungen- Internationales Autorenteam mit den renommiertesten Experten des Fachgebiets. Mit Beiträgen von Gerhard Dammann, Birger Dulz, Peter Fiedler, Onno van der Hart, Arne Hofmann, Fritz Hohagen, Hans-Peter Kapfhammer, Friedhelm Lamprecht, Franz Resch, Ulrich Sachsse, Eduard Scheidt u.a. (ZB Zürich, GGN85027, Freihand 02)
Huber Michaela: Trauma und die Folgen, Band 1, Junfermann 2007, ISBN 978-3-87387-510-4. Klappentext: Etwa ein Drittel aller Menschen gerät irgendwann im Leben in ein Trauma: Eine Situation, in der man sich vom Tode bedroht fühlt, nicht davor fliehen und nicht dagegen ankämpfen kann, etwas erleben zu müssen, das "einfach zuviel" ist. Was machen unser Gehirn und unsere Seele in einer solchen Situation? Einfach gesagt: Sie gehen in einen kurzfristigen Schockzustand (Freeze genannt) und splittern das Unerträgliche des Geschehens und der dadurch ausgelösten inneren Reaktionen auf - dies nennt man Dissoziation. Was das ist, wie sich das anfühlt und welche Auswirkungen es hat, beschreibt Michaela Huber in ihrem neuen Buch, das für Betroffene ebenso als Lektüre geeignet ist wie für Fachleute.
Glücklicherweise schaffen viele Menschen es anschließend, das Geschehen gut zu verarbeiten. Doch etwa 20 bis 30 Prozent der traumatisierten Menschen behalten Langzeitfolgen zurück: Ihr Körper reagiert immer wie im akuten Schock; Alpträume und Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Schreckhaftigkeit, Rückzugstendenzen und Beziehungsprobleme können die Folge sein.
Schwerpunkt des Buches sind die Folgen von Langzeittraumatisierungen, die in der Kindheit begonnen haben und meist körperliche, emotionale und sexuelle Gewalt umfassen. Sie können komplexe Folgen haben: Schwierigkeiten im Umgang mit den eigenen Gefühlen und Impulsen, Unsicherheit bezüglich der eigenen Identität oder sogar Identitätsspaltungen, und Persönlichkeitsstörungen. Auch die Folgen organisierter Ausbeutung - Stichwort: rituelle Gewalt - von Kindern für deren seelische Entwicklung werden ausführlich dargestellt. Ergänzt wird der Band durch die Vorstellung bewährter Diagnose-Instrumente und umfangreiche Hinweise auf die internationale Fachliteratur zum Thema. (ZB Zürich, GGN82602, Freihand 02)
Meyer Helge: Schmerz als Bild. Leiden und Selbstverletzung in der Performance Art, Transcript Verlag 2008, ISBN 978-3-899-42868-1. Klappentext: Dieses Buch präzisiert einen originären Bildbegriff, der auf die Darstellung von Schmerz in der ephemeren Performance Art angewandt werden kann. Hier wird die komplexe Beziehung zwischen Zeit, Raum und Körper unter Gesichtspunkten verschiedener Disziplinen mit der rezipierenden Rolle eines Betrachters verknüpft und analysiert. Zudem werden bildreich Künstler und ihre Aktionen untersucht, die sich mit schmerzhaften Bildern oder tatsächlicher Selbstverletzung befassen. Das private Phänomen Schmerz erhält so in der Verbildlichung einer ephemeren Handlung eine legitime, nachvollziehbare Übersetzung.
Ratgeber
Eichenberger Ursula: Aus dem Lot – Menschen in der Psychiatrie, NZZ Verlag 2007, ISBN 978-3-03823-247-6. Klappentext: Psychische Krankheiten sind noch immer tabuisiert. Dabei befinden sich 5 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz aufgrund seelischer Probleme in Behandlung. In diesem Buch berichten zwölf Menschen im Alter zwischen 14 und 84 Jahren offen aus ihrem Leben; sie erzählen von Momenten, in denen der Boden brüchig wurde und sie psychiatrische Hilfe benötigen, von der Hilfe, die sie erfuhren und vom Schritt zurück in den Alltag. Die Porträtierten wurden alle in einer Klinik behandelt und leiden an Erkrankungen, die heute zu den häufigsten zählen.
Die eindrücklichen persönlichen Zeugnisse richten sich nicht nur an Betroffene und Angehörige, sondern auch an Leserinnen und Leser, die ein Interesse für die Auswirkungen gesellschaftlicher Einflüsse auf die menschliche Seele haben. Mit einem Fachbeitrag des Klinikleiters Dr. Markus Biswanger und einer umfangreichen Adressliste hilfreicher Anlaufstellen bei psychischen Problemen.
Lelord François, André Christophe: Der ganz normale Wahnsinn. Vom Umgang mit schwierigen Menschen, Aufbau Taschenbuch 2008, ISBN 978-3-7466-1687-2. Klappentext: Wenn man dieses Buch gelesen hat – ich schwöre es Ihnen – ist man glücklich“, schwärmte Elke Heidenreich über François Lelords „Hectors Reise“. – Wenn man „Der ganz normale Wahnsinn“ gelesen hat, ist man auch glücklich mit seinen Mitmenschen, so nervtötend sie auch sein mögen. Wie man sich am besten mit schwierigen Menschen arrangiert und trotzdem die Fassung bewahrt, erklärt dieses überaus eloquente und amüsante Buch. (FHNW-BIB Olten, Bm62)
Pfeifer Samuel: Der sensible Mensch. Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit, Brockhaus Verlag 2002, ISBN 978-3-417-11803-2. Klappentext: „Ich war immer feinfühlig, ein sensibles Kind. Aber ich habe das früher auch geniessen können: Düfte, Musik, eine schöne Landschaft. Jetzt ist alles so anstrengend geworden. In letzter Zeit war ich oft so erschöpft, dass mich mein Arzt für einige Wochen arbeitsunfähig geschrieben hat.“
Was diese junge Lehrerin beschreibt, ist eine Begabung und eine Belastung zugleich. Unsere Gesellschaft hebt Menschen aufs Podest, die etwas leisten, die hart im Nehmen sind. Sensibilität gilt dagegen im Alltag als „uncool“ – und doch bewundert unsere Kultur einzelne Ikonen der Sensibilität wie zum Beispiel Prinzessin Diana. Ein Leben mit erhöhter Empfindsamkeit bringt besondere Chancen und Gefahren. Dieses Buch hilft Betroffenen und Fachleuten, sie zu verstehen. (ZB Zürich, GGN75514, Freihand 02)
Treichler Markus: Sprechstunde Psychotherapie, Krisen – Krankheiten an Leib und Seele – Wege zur Bewältigung, Urachhaus 2007, ISBN 978-3-825-17477-4. Klappentext: - vollständig überarbeitet, aktualisiert und wesentlich erweitert- fachlich fundiert und leicht verständlich zugleich- ein Buch für Betroffene, Patienten und Angehörige, für Pflegende und Ärzte und Therapeuten - Erweiterung des Themenspektrums um immer häufiger auftretende psychosomatische und psychiatrische Krankheitsbilder: - Stressbedingte psychosomatische und somatische Erkrankungen, z. B. Burn-out-Syndrom,- Chronisches Müdigkeitssyndrom- Persönlichkeitsstörungen, z.B. Borderline-Syndrom- Krebs und Psyche- Wege aus der Krankheit- Seelische Risikofaktoren in unserer Zeit- Der Mensch und seine Krankheiten- Der Mensch und seine Beziehungen- Biografie und Entwicklung- Krankheitsbilder aus der Psychosomatik- Anorexie und Bulimie - Asthma - Rheuma - Krebs und Psyche - Ängste und Phobien - Persönlichkeitsstörungen - Borderline - Syndrom- Depression - Neurosen und Psychosen - Burn-out Syndrom - Müdigkeitssyndrom - Posttraumatische Belastungsstörung - Salutogenese - Psychotherapie und Anthroposophie- Von der Physiologie zur Psychologie der Organe- Psychiatrische Krankheitsbilder- Was erleben depressive Menschen? - Psychotherapie und Anthroposophie (ZB Zürich, HGN30982, Freihand 02)
Literatur für Fachpersonen
Herman Judith: Die Narben der Gewalt, Junfermann 2006, ISBN 978-3-87387-525-8. Klappentext: Dieses Buch ist die Frucht von zwanzig Jahren Forschung und praktischer Arbeit mit Opfern von sexueller und häuslicher Gewalt und spiegelt auch die vielfältigen Erfahrungen mit zahlreichen anderen traumatisierten Patienten wider, vor allem mit Kriegsveteranen und Opfern von politischem Terror. Es ist ein Buch über die Wiederherstellung von Verbindungen: Verbindungen zwischen öffentlichen und privaten Welten, zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Mann und Frau. Es ist ein Buch über Gemeinsamkeiten: zwischen Vergewaltigungsopfern und Kriegsveteranen, zwischen misshandelten Frauen und politischen Gefangenen, zwischen den Überlebenden der riesigen Konzentrationslager, errichtet von Tyrannen, die über Völker herrschten, und den Überlebenden der kleinen, versteckten Konzentrationslager, errichtet von Tyrannen, die über ihre Familie herrschen.Wer Furchtbares durchlebt hat, leidet unter bestimmten vorhersehbaren psychischen Schäden. Das Spektrum traumatischer Störungen reicht von den Folgen eines einzigen überwältigenden Ereignisses bis zu den vielschichtigen Folgen lang anhaltenden und wiederholten Missbrauchs. Gängige diagnostische Kategorien, insbesondere die häufig bei Frauen diagnostizierten schweren Persönlichkeitsstörungen, berücksichtigen im Allgemeinen zu wenig, was es bedeutet, wenn ein Mensch zum Opfer geworden ist.Im ersten Teil des Buches wird das Spektrum menschlicher Reaktionen auf traumatische Ereignisse beschrieben, im zweiten Teil wird der Verlauf des Heilungsprozesses geschildert und ein neues Konzept für die Psychotherapie von traumatisierten Patienten entwickelt. Aussagen von Opfern und Fallbeispiele aus der umfangreichen Literatur illustrieren die Besonderheiten traumatischer Störungen und die Prinzipien der Behandlung.
Dieses Buch gehört in den USA seit Jahren zu den wichtigsten und zugleich erfolgreichsten Büchern aus dem Bereich der Psychotraumatologie. Die deutschsprachige Ausgabe war zuerst bei Kindler erschienen. (FHNW-BIB Olten, Bm584)
Huber Michaela: Trauma und Traumabehandlung: Wege der Traumabehandlung, Band 2, Junfermann 2006, ISBN 978-3-87387-550-0. Klappentext: Moderne Traumatherapie ist heute gut strukturiert, folgt einem konsequenten und überprüfbaren Behandlungsmodell und hilft den Betroffenen, sich zunächst zu stabilisieren, um dann das brisante Geschehen und dessen Folgen Schritt für Schritt verarbeiten zu können.
Michaela Huber stellt in diesem Buch auf eine auch für Laien verständliche Weise die ethischen Grundlagen der Traumabehandlung dar. Ausserdem beschreibt die Autorin anhand von zahlreichen Beispielen die wichtigsten Durcharbeitungs-Techniken für Traumatisierungen. Ergänzend gibt sie Empfehlungen für KollegInnen und Angehörige von Traumatisierten, wie sie die "Mitempfindens-Müdigkeit" verhindern können. Im Anhang schliesslich werden traumatherapeutisch arbeitende Kliniken und andere Institutionen empfohlen. (ZB Zürich, GGN82602:2, Freihand 02)
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